BEG-Förderung 2026: Kürzungen, Fristen und was Investoren jetzt wissen müssen

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Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bleibt auch 2026 das zentrale Instrument zur finanziellen Unterstützung energetischer Maßnahmen. Allerdings hat der Bund den Fördertopf spürbar reduziert: Statt 16,5 Milliarden Euro wie 2025 stehen 2026 nur noch 11,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Für Portfoliokunden mit geplanten Sanierungsmaßnahmen ergibt sich daraus konkreter Handlungsdruck.

Was bleibt: Die aktuellen Fördersätze

  • KfW 458 (Heizungstausch): Bis zu 70 % Zuschuss, max. 21.000 € pro Wohneinheit

  • Grundförderung: 30 % für alle förderfähigen Heizsysteme

  • Klimageschwindigkeitsbonus: 20 % beim Austausch von Öl-/Gasetagenheizungen (nur Selbstnutzer)

  • Einkommensbonus: 30 % für Haushalte bis 40.000 € zvE

  • Ergänzungskredit KfW 358/359: Bis zu 120.000 € zu Zinsen ab 0,01 %

  • BAFA BEG EM: 15–20 % für Einzelmaßnahmen (Dämmung, Fenster, Lüftung) mit iSFP-Bonus

Was sich ändert: Politische Unsicherheit als Planungsrisiko

Die Kürzung des BEG-Budgets um 4,6 Milliarden Euro ist ein deutliches Signal. Im ersten Halbjahr 2025 gingen bereits fast 500.000 Förderanträge ein, davon rund 200.000 allein für den Heizungstausch. Bei steigender Nachfrage und sinkendem Budget besteht das Risiko einer vorzeitigen Mittelausschöpfung.

Hinzu kommt die ungeklärte Zukunft der Förderung im Kontext der geplanten GEG-Novelle. Die Koalition hat zwar angekündigt, die Förderung bis 2029 zu sichern, doch die Höhe der künftigen Fördersätze bleibt offen. Aus dem Wirtschaftsministerium kommen Signale, die auf Kürzungen insbesondere bei der Heizungsförderung hindeuten.

Was das für MFH-Portfolios bedeutet

Bei Mehrfamilienhäusern summieren sich die förderfähigen Kosten erheblich: Bis zu 30.000 Euro für die erste Wohneinheit, jeweils 15.000 Euro für die zweite bis sechste, und 8.000 Euro für jede weitere. Ein 10-Parteien-Haus generiert damit förderfähige Kosten von bis zu 137.000 Euro – bei 30 % Grundförderung entspricht das einem Zuschuss von über 41.000 Euro.

Wer 2026 sanieren will, sollte zeitnah handeln: Anträge müssen vor Vorhabenbeginn gestellt werden, die Bearbeitungszeit bei der KfW liegt aktuell bei mehreren Wochen, und die verfügbaren Mittel sind endlich.

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